Rüstlöschfahrzeug

RLF - "Tank 1 Völs"

  • Fahrezug Typ: Mercedes Benz Atego 1729
  • Baujahr: 2017
  • Gesamtgewicht: 17.000kg
  • Besatzung: 1:7
  • Aufbau: Rosenbauer

Dieses Fahrzeug wurde zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung konzipiert.

Die Geräteräume des Fahrzeuges sind entsprechend ausgerüstet:

  • Gerätschaften für die technische Unfallrettung befinden sich im Geräteraum 1 (GR1).
  • Ausrüstungen für den Brandeinsatz können schnell aus Geräteraum 4 und 6 (GR4 und GR6) entnommen werden.

Erleichtert werden schnelle Einsätze durch einen, im Mannschaftsraum integrierten „Action-Tower“. Dieser „Turm“ beinhaltet Gerätschaften, welche ein vollständiges ausrüsten, speziell für den Atemschutztrupp, bereits während der Anfahrt ermöglicht.

Ausrüstung RLF (Auszug):

  • 2000 Liter Wassertank / 100 Liter Schaumtank
  • Hoch- und Niederdruckpumpe
  • Pumpenleistung: 3000 l/min bei 10 bar, 400 l/min bei 40 bar
  • Dachmonitor mit einer Wasserleistung von max. 2400 l/min
  • HD-Schnellangriff (Haspel GR7)
  • Atemschutzausrüstung mit Atemschutzfunk
  • Wärmebildkamera MSA Evolution 5000
  • Schlauchtragekorb mit Rauchvorhang
  • Hochleistungslüfter FANGERGY mit Wassernebeleinsatz
  • Elektrolüfter FANERGY
  • Rettungssatz Weber-Rescue:
    • Aggregat E 70 W-SAH 20
    • Schneidegerät RSN 200-107
    • Spreizer SP 49
    • 2 Rettungszylinder
  • Abstützsystem Stab Fast
  • Hubzug
  • Seilwinde Rotzler Treibmatic 50 kN.
  • Hebekissensatz Vetter
  • Stromerzeuger 13 kVA
  • Lichtmast mit LED Scheinwerfer
  • Beleuchtungs- und Verkehrsleiteinrichtung
  • Tauchpumpe MAST T6
  • Motorsäge und Rettungssäge
  • Steckleiter 4-teilig mit Verbindungsteil
  • Personensicherungsset „Auffangset Tirol“
  • Schleifkorbtrage mit Schaufeltrage/Vakuummatratze/Spineboard
  • Wassersauger
  • Chemieschutzhandschuhe sowie faltbare Auffangwannen
  • div. Schanzwerkzeug, Halligan- TNT-Tool
  • Luft- und Stromschnellangriff
  • Hygieneboard

  • Neuanschaffung Rüstlöschfahrzeug

    Nachdem von Seiten des Landes Tirol und der Gemeinde Völs grünes Licht für Neuanschaffung eines Rüstlöschfahrzeuges gegeben wurde, konnte im Jänner 2016 ein Arbeitskreis bestehend aus Kdt. HBI Schatz Roland, Kdt-Stv. OBI Strickner Herbert jun., Obermaschinist OLM Maffey Klaus, Zugskdt. BM Rangger Florian und Zugskdt. BM Lösch Matthias gebildet werden.

    In den Folgemonaten wurden Aufbauhersteller kontaktiert und Besichtigungen von Produktion und Referenzfahrzeugen durchgeführt. Bereits zu Beginn wurden die wichtigsten Punkte für das Einsatzgebiet sowie Anforderungen durch die Feuerwehr Völs definiert:

    • maximale Fahrzeughöhe von 3m20 aufgrund einer Unterführung im Ortsgebiet
    • enge Fahrwege im Ortsgebiet erlauben einen maximalen Radstand von 3m90
    • die Anschaffung eines Fahrgestells mit EURO 5 wird aufgrund der besseren Platzverhältnisse im Geräteraum 2 bevorzugt

    Nachdem gemeinsam mit der 2010 gegründeten GemNova die Ausschreibung durchgeführt wurde, fiel Mitte 2016 die Entscheidung auf das Fahrgestell „Mercedes Benz Atego 1729“ mit Allison Automatikgetriebe und einem Aufbau der Firma Rosenbauer AG aus Leonding bei Linz.

    Ab diesem Zeitpunkt wurden Konzepte ausgearbeitet, Ideen aufgenommen und neue Techniken integriert. Großes Augenmerk wurde auf kurze Wegstrecken zu den verschiedenen Ausrüstungsgruppen gelegt. So können sich bspw. Absperrposten vollständig im Mannschaftsraum ausrüsten.

Insbesondere beim Thema Brandbekämpfung wurden neue Maßstäbe gesetzt. So findet man im GR 4 zwei Schlauchtragekörbe, mit welchen Angriffsleitungen über längere Wegstrecken wie z.B. Stiegenhäuser, schnell und effektiv vorgenommen werden können.
Im GR 6 wird ein Schlauchpaket mit einem 30 Meter C-42 Schlauch für den Innenangriff vorgehalten. In unmittelbarer Nähe findet sich ein mobiler Rauchabschluss, welcher die nötigen Einsatzmittel komplettiert.

Auch bezüglich Löschmittelzusatz wurden neue Wege beschritten. Auf die Mitnahme von Schaummittel wurde, bis auf die Pflichtausrüstung, verzichtet. Dafür werden 100 Liter des Löschmittelzusatzes F-500 in einem eigenen Tank mitgeführt. Die Zumischung erfolgt über eine Digimatic 22 mit Zumischraten von 0,1 bis 6 %. Auf drei B-Abgängen (GR 6 und Angriffsleitung vorne) erfolgt die Abgabe des Löschmittels.

Neben einer verbesserten Brandbekämpfung der Klassen A und B, sowie Teilbereichen der Klasse C, können mit F500 außerdem Metallbrände (Klasse D) schnell und effektiv bekämpft werden! Ebenso können Brände von Lithium-Ionen-Akkus abgelöscht werden. Die benötigte Zeit und der Löschmittelverbrauch sind dabei gering. Andere Löschmittel wie etwa Schaum oder Pulver sind dafür ungeeignet. Ein weiterer Vorteil ist die „Einkapselung“ welche F-500 ermöglicht. Dadurch wird, die bei der Brandbekämpfung von Lithium-Ionen Akkus entstehende giftige Flusssäure eingekapselt und stellt somit keine Gefahr mehr für die Einsatzkräfte vor Ort dar. Große Hersteller von Elektrofahrzeugen wie z.B. Tesla statten ihre Produktionsstätten mit F-500 Sprinkleranlagen aus. Wichtiges Detail: Hauptbestandteil bei der Verwendung von F-500 ist und bleibt Wasser!

Ausrüstung für die technische Unfallrettung findet im GR 1 Platz. Hier befindet sich ein hydraulischer Rettungssatz der Firma Weber-Rescue

Weiters finden sich hier hydraulische Zusatzgeräte wie ein Kombigerät SPS 400, ein mobiles Hydraulik-Aggregat, Rettungszylinder, Pedalschneider sowie Stabilisierungs-Systeme, Unterbaumaterial, Glasmanagement, Airbag-Sicherungssysteme, Druckplatten, Schwelleraufsatz, Säbelsäge sowie Schutzdecken. Auch Sicherungsmittel wie zum Beispiel Hubzug, Erdanker, Stahlseile, Anschlagmittel sowie Zusatzausrüstung für die in der Fahrzeugfront verbaute Seilwinde "Rotzler Treibmatic" sind hier untergebracht.

Der neue „Alleskönner“ ermöglicht es der Feuerwehr Völs nicht nur gegenwärtige Einsätze professionell abzuarbeiten, sondern ist auch bestmöglich ausgerüstet, um zukünftige Herausforderungen professionell abzuwickeln.

Freiwillige Feuerwehr Völs
Florianiweg 6
A-6176 Völs

Tel.: 0512/303222
Fax: 0512/303222 22
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